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Störmede, Mai 1940: Eine Ju 52 der Kgr.z.b.V. 12 wird mit einem Pferd beladen, das mit den Soldaten des I.R. 65 (Luftlande - keine Fallschirmjäger!)im holländischen Kampfgebiet abgesetzt werden soll.

Neben Mensch und Tier transportieren die Ju 52 auch motorisierte Fahrzeuge. Das Be- und Entladen wurde in Störmede wochenlang geübt. Ständig kreisten im März, April 1940 die großen Vögel über Störmede und Geseke.

Eine getarnte Staffel von Ju 87 auf dem Rollfeld des Störmeder Flugplatzes, Frühjahr 1940. Blickrichtung nach Osten. Schwach zu erkennen die Silhouetten der Geseker Zementwerke. Es handelt sich hier um eine in Geseke/Störmede neu aufgestellte Staffel, die vor dem September 39 nach Stolp/Pommern verlegt wurde.

Eine Do 17 des Kampfgeschwaders 51 "Edelweiß" ist in Störmede gelandet und wird gewartet. Das Wappen der II. Gruppe des Geschwaders: blauer Enzian auf weißem Grund.

Im oberen Gefechtsstand der Do 17 war der Platz eines Bordschützen.

Übungspause auf dem Rollfeld des Störmeder Flugplatzes. Im Bild eine Ju 52 der Kgr.z.b.V.12; der Mai 1940 hatt einige heiße Tage - meteorologisch und politisch. Hier eine Pause bei der Verladung des Infanterieregiments 65. Das Regiment gehörte zur norddeutschen 22. Infanteriedivision (Luftlande; keine Fallschirmjäger!!).

Auf dem Scheinflughafen, späterer Feldflughafen Geseke, "Hölter Klee". Dort standen Holzattrappen von Me 109. Der Platz sollte Feindflugzeuge vom Störmeder Flugplatz ablenken. Das hat nur unvollkommen geklappt. Anlagen dieser Art gehörten standardmäßig zu vielen Fliegerhorsten und Einsatz-Häfen.

In Geseke war ein kleines Luftwaffenkommando stationiert, das den Scheinflughafen betreute und sicherte. Im Hintergrund eine private Flughalle, die in die militärischen Anlagen integriert wurde.

Vom Einsatz des 10. Mai 1940 in Holland kehrten viele Flugzeuge der Kampfgruppe z.b.V. 12 nicht zurück. Diese Besatzung hier hatte Glück und konnte trotz schwerer Beschusschäden sicher in Störmede landen. Man beachte die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke der Männer!

Die Gefallenen des Infanterieregiments 65 und der Kampfgruppen z.b.V. wurden in Holland beigesetzt. Die Verluste waren sehr hoch, da die Holländer sich auf die Luftlandeaktion gut vorbereitet hatten.

Reserve hat Ruh! Verabschiedung von Reservisten in den Unterkünften des Flugplatzes  Störmede im Juli/August 1940. Viele werden nach ihrer Rückehr ins Berufsleben im Jahr 1944 wieder eingezogen werden!


Eine Besatzung der Kgr.z.b.V.12 vor ihrer Ju 52; der Abflug an die holländische Grenze steht bevor - allerdings hat Holland bereits kapituliert. Das mag die entspannten Gesichter erklären.

Störmede im September 1944 oder im Februar/Mäz 1945: In diesen Zeiträumen war die drei Staffeln der Nachtschlachtgruppe 1 (Nord) mit ihren veralteten Ju 87 auf dem Fliegerhorst stationiert.

Hier eine Gruppenaufnahme, die einige Besatzungen dieser Nachtschlachtgruppe zeigt. Ganz links der Unteroffizier Arentz, von dem diese Aufnahme stammt.

Vermisst!  Feldwebel Werner Bindseil war mit der II.Gruppe des JG 1 in Störmede stationiert bis zum "D-Day". Die Gruppe verlegte dann nach Montdidier. Im Luftkampf über dem Invasionsraum wurde Bindseil abgeschossen. Sein Schicksal ist bis heute ungeklärt.


Vermisst!  Unteroffizier Willy Siewers aus Höxter flog ebenfalls in der II./JG 1 von Störmede aus Einsätze zur Reichsverteidigung. Diese und die Einsätze über dem Invasionsraum überlebte er. In den schweren Abwehrkämpfen des Herbstes 1944 wurde er abgeschossen; Aufschlag wahrscheinlich im Raum Uelzen. Auch von ihm fehlt bisher jede Spur!

Vermisst!  Unteroffizier Walter Neumann , gebürtig aus dem Sudentenland, flog in der I. Gruppe des Jagdgeschwaders 27, das im Frühjahr 1945 in Störmede stationiert war. Am 24. März 1945 wurde er mit seiner Gruppe kurz nach einem mittäglichen Start von amerikanischen Mustangs überrascht. Im folgenden Luftkampf fielen etliche deutsche Piloten und wurden z.T. auf dem Ehrenfriedhof in Geseke bestattet. Von Walter Neumann fehlt allerdings jede Spur. Vermutungen und Spekulationen über einen möglichen Namensvetter bzw. eine Verwechslung erwiesen sich als unhaltbar. Neumann hat sich nie wieder bei seiner Familie gemeldet.

Soldaten der britischen Rheinarmee nutzen das Gelände des ehemaligen Horstes seit den 50er Jahren für Übungen. Hier eine Aufnahme aus dem Jahr 1973. Links im Hintergrund das ehemalige Kommandanturgebäude, bis 1978 bewohnt, anschließend als Odachlosenheim genutzt. Rechts im Hintergrund die Flugzeughalle des Aero-Sportclubs Geseke-Büren. Der Club verlegte später sein Domizil nach  Ahden, dem heutigen Regionalflughafen Paderborn/Lippstadt.             copyright: Photo Pete Mears            (all rights reserved)

In den 70er und 80er Jahren waren die Sekrechtstarter vom Typ "Harrier" öfters Gäste in Störmede. Das sorgte für ein reges Zuschauerinteresse. Man konnte recht nah an die Maschinen heran. Hier eine Aufnahme in Richtung Norden über das alte Rollfeld des Fliegerhorstes. Im Bildhintergrund das Dorf Störmede. Vergleiche dazu das Bild 6 von oben.                                    copyright: Photo Pete Mears (all rights reserved) 

 Hier wird ein "Harrier" zu seinem Abstellplatz geschleppt über die alte Ost-West-Straße des ehemaligen Fliegerhorstes. 1983  stürzte eine Maschine kurz nach dem Start in richtung Mittelhausen wegen Triebwerksausfall ab. Der Pilot konnte sich zu seinem Glück mit Schleudersitz und Fallschirm retten. Es handelte sich dabei um Fl. Leutnant Brown, IV. Sqdr. copyright: Photo Pete Mears (all rights reserved)                                    

Zur Geschichte und den Einsätzen der "Harrier" gibt es eine informative Internetpräsenz (englischsprachig): www.fourfax.co.uk  

Feldwebel Heinz Kahl, Angehöriger der 4. Staffel der II. Gruppe des Jagdgeschwaders1 startet vom Fliegerhorst Störmede zum Einsatz im Raum Gießen, dann Koblenz -  am 12. Mai 1944, 11.05 Uhr.         5 Piloten der Gruppe werden im Luftkampf abgeschossen; die Absturzstelle Kahls war bis Dezember 2009 unbekannt. Die Arbeitsgruppe Vermisstenforschung in Kaiserslautern hat nun die Absturzstelle lokalisieren und Trümmer der Maschine bergen können. Ein Video über die Bergungsarbeiten ist auf youtube zu sehen. http://www.youtube.com/watch?v=jmH7j-w8XRI  Leider hat der Verfasser bislang kein Foto von Heinz Kahl erhalten können.

Das Schicksal der Blenheim, im Juni 1940 auf dem Fliegerhorst notgelandet, konnte bereits 2004 geklärt werden.  Die Ergebnisse wurden 2005 im Buch veröffentlicht. Hier wurden auch Fotos des ehemaligen Betriebsmeisters C.G. veröffentlicht.  Aber auch andere Soldaten haben dieses spektakuläre  Ereignis im Bild festgehalten. Daher gibt es jetzt nach Auflösung verschiedener Fotoalben weitere Fotos aus ähnlicher Perspektive. Bitte beachten, dass dieses Foto geschützt ist!

Waldecker Ochsen wurden vor und während des Krieges vom Platzlandwirt und seinen Mitarbeitern auf dem Flugplatz eingesetzt. Hier eine Aufnahme vor 1941, die auf dem Flugplatz aufgenommen wurde; im Vordergrund sind Schienen der Gleisanlagen zu sehen

Hier noch einmal die mächtigen Tiere vor dem Stallgebäude des Fliegerhorstes mit Josef Lammert aus Störmede.

einige übrig gebliebenen Ausrüstungs-   gegenstände des Fliegerhorsts: zum einen eine Abschleppstange für Flugzeuge (30 Kg) und zum anderen eine Kiste mit selbst erklärendem Hinweisschild.                                                          Vielen Dank an den Urheber der Fotos   für die Erlaubnis zur Veröffentlichung!                                 



 



                                                                                                                                           

 
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